Felix Stalder

Felix StalderFelix Stalder ist Dozent für die Theorie der Mediengesellschaft an der Zürcher Hochschule der Künste und freier Autor und Organisator in Wien. Er beschäftigt sich mit dem Wechselverhältnis von Gesellschaft, Kultur und Technologien, insbesondere mit neuen Formen kultureller Produktion und räumlicher Praktiken. Zuletzt veranstaltete er die internationalen Konferenzen “Deep Search” (Wien, November 2008 und Mai 2010) und “World Information City” (Paris, Mai 2009). Seine Publikationen sind unter felix.openflows.com zugänglich.

Vom freien Wissen zur demokratischen Wissensordnung

Die vier Freiheiten der GPL (GNU General Public License) gelten als das Kriterium für Freiheit oder Unfreiheit von Information. Diese enge, auf reine Verfügbarkeit von Information fokussierende Definition sagt jedoch wenig über die sozialen und politischen Dimensionen der Systeme aus, die diese freien Informationen zur Verfügung stellen. Meine Ausführungen fokussieren auf den Unterschied zwischen einem engen Verständnis von freien Wissen und einer erweiterten Konzeption einer demokratischen Wissensordnung. Letztere geht über die Verfügbarkeit hinaus und berücksichtigt auch die Prozesse und Ziele der Wissensgenerierung. Zwei Ebenen rücken dadurch ins Zentrum der Analyse. Zum einen die organisatorische Struktur der Plattform, auf der das Wissen zusammengefügt wird, zum anderen die interne Dynamik der Gemeinschaft, die das Wissen schafft und erhält. Auf der ersten Ebene ist Wikipedia ausgesprochen innovativ, auf der zweiten Ebene ist Wikipedia immer wieder der Gefahr ausgesetzt, club-artigen Schließungstendenzen anheim zu fallen.

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